Es war ein Streit um das korinthische Land, der zwischen den Göttern Poseidon und Helios tobte und der von Briareos, einer hundertarmigen Gestalt aus der griechischen Mythologie, geschlichtet wurde. Und es war Poseidon, der daraufhin Isthmia erhielt, den Ort, an dem sich das spätere Poseidon Heiligtum befinden sollte. Das Heiligtum selbst wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. erbaut und ist, nachdem es abgebrannt ist, um 460 v. Chr. herum wieder aufgebaut worden. Dieser Zeitpunkt entspricht auch dem Beginn der Hochblüte von Korinth und Korinth war neben Athen und Theben eine der führenden Städte des damaligen Griechenlands.
In Isthmia wurden zu dieser Zeit die Isthmischen Spiele ausgetragen, die neben Olympia, Nemea und Delphi zu den 4 panhellenistischen Spielen gehörte. Die Anlagen der Wettkämpfe waren Teil des Poseidon Heiligtums, ähnlich, wie wir sie aus dem nahen Nemea kennen, oder auch aus Olympia oder Delphi. Das Stadion von Isthmia ist heute noch nicht ausgegraben.

Die Startvorrichtung für die Läufer bei den Isthmischen Spielen (Hysplex). Gut zu erkennen die Rillen im Boden, durch die Seile führten, um den Startmechanismus auszulösen
146 v. Chr. wurde Korinth von den Römern zerstört und als man 100 Jahre später unter Julius Caesar mit dem Wiederaufbau von Korinth begann, begann man auch mit dem Wiederaufbau des Poseidon-Heiligtums beziehungsweise dem Bau neuer Gebäude. Die Isthmischen Spiele, die nach der Zerstörung von Korinth in Sikyon abgehalten wurden, kamen wieder zurück nach Isthmia.
Ungefähr um 150 n. Chr. war es der griechische Reisende und Geograf Pausanias, der die Gegend bereiste. Von ihm wissen wir heute, wie Isthmia zu dieser Zeit ausgesehen hat. So beschreibt er das sehenswerte Theater und das Stadion aus Marmor. Er schreibt weiter, dass, wenn man das Heiligtum betrat, man auf Statuen einstiger Sieger der Isthmischen Spiele traf und er schreibt, dass beim Tempel des Poseidons bronzene Tritonen standen und in der Vorhalle im sogenannten Pronaos, zwei bronzene Statuen von Poseidon, seiner Frau Amphritite. Im Inneren des Heiligtums, so schreibt Pausanias, befand sich ein Wagen mit 4 vergoldeten Pferden mit Hufen aus Elfenbein und auf dem Wagen standen Poseidon und Amphrite. Auch ihre Statuen waren vergoldet. Heute sind von diesem Tempel nur mehr die Grundmauern erhalten und es ist manchmal schwer, sich diese Pracht vorzustellen.
Im Museum von Istmia finden sich einíge Artefakte, die aus dem Bereich des Tempels stammen:
Ein Highlight in Isthmia ist das römisce Bad mit seinem außergewöhnlichen Bodenrelief:
Geografische Koordinaten: N39.272247° E20.925221°
Literatur:
KUNZFELD & KUNZFELD, 2022: Online: https://www.kunzfeld.co.at/2022/02/01/im-antiken-korinth/
SPATHARI, Elisa, 2010: Korinthia – Argolis, Führer zu den Museen und archäologischen Stätten, Athen, Seite 38
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