Wir freuen uns euch mitteilen zu dürfen, dass eine unserer Arbeiten im Fotomonat Graz (www.fomograz.at) in der Grazer Innenstadt ausgestellt wird. Dieses Jahr gab es 1125 Einreichungen und es wurden nur 120 Bilder in einem sehr harten Auswahlprozess kuratiert. Unsere Arbeit (www.fomograz.at/kunzfeld-kunzfeld-phtography/) war dabei und ist im Zeitraum vom 14. April bis zum bis zum 15. Mai auf der Murinsel zu sehen.

Running Back Dean Opara in Aktion

 

Gemäß dem Thema „What I see is what you get” haben wir eine American Football Sportaufnahme eingereicht. In der Sportfotografie ist es die Herausforderung etwas bereits zu sehen, dass noch nicht eingetreten ist. So können Bilder entstehen, die außergewöhnliche Situationen einfangen, die zuerst nur der Fotograf “ersieht“ – der Leser einer Zeitung oder eines Sportmagazins erst später, wenn er oder sie dieses aufschlägt.

Das kuratierte Bild entstand am 29. März 2025 beim Spiel der Graz Giants (www.grazgiants.at) gegen die Vienna Vikings im ASKÖ-Stadion in Eggenberg. Die Aufnahme zeigt den vor einem Jahr erst knapp 18-jährigen höchst talentierten Running Back der Graz Giants Dean Opara, der mit einem Satz über die Defense der Vienna Vikings hinwegspringt. Eine Kostprobe dieser außergewöhnlichen Fähigkeit von ihm erhielten wir auch während des Portrait-Shootings, über das wir im letzten Newsletter berichteten.

Um diese Szene festhalten zu können, ist es notwendig beim Fotografieren „vorauszudenken“ oder „vorauszusehen“ und einen gezielten Schuss zur richtigen Zeit abzugeben. Oft, wenn wir neben anderen Fotografen stehen, hören wir, wie diese mit „Dauerfeuer“ versuchen die Situation einzufangen. Diese Methode kann manchmal funktionieren, doch oftmals ist der Athlet entweder kurz vor seiner höchsten Position oder kurz danach abgelichtet.

Um die Bewegung von Dean Opara einfrieren zu können, wurde hier mit einer Verschlusszeit von 1/1600 Sekunde belichtet und um den Hintergrund unscharf werden zu lassen wurde eine Blende 4 gewählt. Wer das Bild genau betrachtet, der kann den Regen erkennen, der sich wie feiner grauer Punkteschleier über das Bild legt. Als wir fotografierten, war es bereits 18 Uhr, was zur Folge hatte, dass die Sonne, die sich irgendwo hinter den dichten Wolken befand, bereits lange hinter dem Plabutsch verschwunden war und die Dämmerung bereits leicht einsetzte. Dadurch wurde die Sensorempfindlichkeit auf 6400 ISO gedreht, um die kurze Verschlusszeit halten zu können. Die im Rohformat gemachte Aufnahme wurde während der „digitalen Entwicklung“ leicht beschnitten und an den senkrechten Linien des Zaunes im Hintergrund geradegestellt, war die originale Aufnahme um ein paar Grad gekippt. Dieses Bild und alle unseren anderen Sportaufnahmen sind aus der Hand fotografiert.

 

Inhalt und Foto: copyright by kunzfeld & kunzfeld photography