Silberbergbau am Pfannberg bei Frohnleiten

Als ich einmal aus rein persönlichem Interesse auf der historischen Karte von 1787 die Gegend nördlich von Graz Meter für Meter absuchte, entdeckte ich plötzlich in der Nähe der Burgruine Alt-Pfannberg bei Frohnleiten und dem darüber befindlichen Rinnweberkogel den Schriftzug „neu angelegte Silbergruben“. Ich war überrascht, denn so etwas hatte ich nicht erwartet, dachte ich doch, alle ehemaligen Bergwerke auf Blei und Silber in unserer Region zu kennen.

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Stymphalia

Die antike Stadt Stymphalia geht bereits auf eine bronzezeitliche Besiedelung zurück. Ungefähr um 400 v. Chr. entstand dann die antike Polis, von der heute jedoch nur mehr spärliche Reste zu sehen sind. Diese einstige antike Stadt lag am Nordufer des Sees Stymphalos, einem Karstsee, der fast nie austrocknet und dessen einzige Abflüsse Karstlöcher sind. Von der einstigen Stadt gibt es heute noch Spuren einer Ringmauer, eine Akropolis, eine Agora und ein Theater (geografische Koordinaten der Agora: N37.859342° E22.460126°). Weiters finden sich Reste von römischen Villen, die aus der Zeit des Baus des Hadrianischen Aquädukts stammen, der Wasser in die Stadt Korinth leitete.

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Sikyon

Die Überreste der antiken Stadt Sikyon liegen nur circa 20 Kilometer vom antiken Korinth entfernt. Sikyon war eher eine kleine Polis, stand es nicht im Mittelpunkt wie Athen, Theben oder Korinth. Sikyon erlebte allerdings einen Aufschwung, nachdem die Römer 146 v. Chr. Korinth zerstörten und aus diesem Grund die isthmischen Spiele für etwas mehr als 100 Jahre in Sikyon ausgetragen wurden. Davon zeugt heute noch das einstige Stadion.

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Poseidon-Heiligtum von Isthmia

Es war ein Streit um das korinthische Land, der zwischen den Göttern Poseidon und Helios tobte und der von Briareos, einer hundertarmigen Gestalt aus der griechischen Mythologie, geschlichtet wurde. Und es war Poseidon, der daraufhin Isthmia erhielt, den Ort, an dem sich das spätere Poseidon Heiligtum befinden sollte. Das Heiligtum selbst wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. erbaut und ist, nachdem es abgebrannt ist, um 460 v. Chr. herum wieder aufgebaut worden. Dieser Zeitpunkt entspricht auch dem Beginn der Hochblüte von Korinth und Korinth war neben Athen und Theben eine der führenden Städte des damaligen Griechenlands.

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Römischer Beton

Dass römische Bauwerke noch heute stehen, liegt darin, dass die Römer eine Art von speziellem Beton verwendeten. Dieser Beton ist extrem widerstandsfähig und ist dafür verantwortlich, dass heute noch viele der über 2000 Jahre alten Baustrukturen erhalten geblieben sind. Die Römer selbst bezeichneten den Beton als opus caementicium. Dieser auch oft als römischer Beton titulierte Baustoff ermöglichte es besondere Bauwerke zu errichten, wie beispielsweise das Panteon in Rom mit seiner alles überspannenden Kuppel oder die Täler überspannenden Brücken der Aquädukte.

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Orraon (altgriechisch: Oρραον)

Gelegen an einem strategisch wichtigen Punkt, um die Verbindung zwischen dem ambrakischen Golf und dem nördlich davon gelegenen Epirus zu kontrollieren, wurde die kleine Stadt Orraon auf einem Hügel nahe dem heutigen Dorf Gymnotopos im Zeitraum zwischen 385 und 370 vor Christus erbaut. Es war der Volksstamm der Molosser unter König Alketas I. (circa 410 – 370 v. Chr.), der die Stadt nach dem Hippodamischen Schema erbauen ließ.

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Kassope

Eine der außergewöhnlichsten Ausgrabungen Griechenlands ist die der antiken Stadt Kassope in Eprius, eine ehemalige Stadt, ungefähr 30 km nördlich der modernen Stadt Preveza gelegen. Das besondere an Kassope ist es, dass die Stadt auf einer Anhöhe lag, vor der sich im Süden die Ebene mit der einstigen römischen Stadt von Nikopolis ausbreitete, flankiert vom Ionischen Meer und dem Ambrakischen Golf. Dadurch war sie über Jahrhunderte hinweg gegen Angriffe geschützt. Als jedoch die Römer Griechenland während des 3. Makedonischen Kriegs den Norden des heutigen Griechenlands eroberten, wurde Kassope eingenommen.

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Die einstige Vitriolsiederei

Es war der Gewerke Johann Adam Stampfer1, der bereits im 17. Jahrhundert in der Walchen bei Öblarn im Ennstal begann nicht nur Silber und Kupfer aus den Erzen seines Bergwerkes zu schmelzen, sondern auch Kupfervitriol zu sieden. Und auch die Gewerken in den Jahrhunderten danach betrieben diese Vitriolsiederei, war Vitriol beispielsweise ein wichtiger Rohstoff zum Gerben von Leder. Diese einstige Siederei ist heute dem Verfall preisgegeben, zerstört die Gewalt des Wassers des Walchenbaches unaufhaltsam die alten Gebäudestrukturen. Wir haben nun versucht, die spärlichen Relikte dieser Vitriolsiederei fotografisch festzuhalten.

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Römische Aquädukte

Als am 2. September 31 v. Chr. der spätere römische Kaiser Augustus in der Seeschlacht vor der Küste bei Actium die Flotte seines Widersachers Marc Anton und dessen Geliebte, der ägyptischen Pharaonin Kleopatra VII., vernichtend geschlagen hatte, ließ er an der Stelle des Sieges die Stadt Nicopolis erbauen. Gelegen in der heutigen Provinz Epirus an den südlichen Ausläufern des Pindos-Gebirges, war Nicopolis nicht nur eine Stadt des Sieges, sondern hatte auch strategische Bedeutung, kontrollierte es den Seeweg im Ionischen Meer, sowie auch den Landweg nach Dalmatien.

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Die Hermine Bergbaue

Schwefelkies oder auch Pyrit ist eines der häufigsten Erze auf der Erde, kommt dieses Erz weltweit auf fast allen Lagerstätten vor. Bei uns vom Volksmund auch als „Katzengold“ bezeichnet, sieht Pyrit für den Laien sehr dem Gold ähnlich. Bergwerke, die allerdings Schwefelkies ausschließlich zur Gewinnung von Schwefelverbindungen abbauten, waren immer schon selten. Der Erminioni oder Hermine-Bergbau am Peloponnes war so ein Bergbau und der Schwefelkies wurde zur Herstellung von Schwefelsäure verwendet. Aber der Reihe nach.

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Vergessene Bergwerke auffinden

Wenn Archäologen nach alten Gräbern oder nach alten menschlichen Ansiedlungen suchen, dann beginnen sie diese Arbeit nicht auf Grund einer alten Karte oder irgendeiner Vermutung gleich einem Schatzgräber, sondern Archäologen setzen zuerst in der Regel geophysikalische Methoden ein, um beispielsweise alte Gräber aufzufinden.

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Ausbildung zum Regionalforscher

Arbeiten im Archiv des Stiftes Rein, der ehemaigen Grundherrschaft von Stübing.

 

Der Steirische Museumsverband MUSIS bietet nun seit etwas mehr als 2 Jahren einen Lehrgang zum Regional- und Heimatforscher an, bei dem innerhalb eines Jahres geschichtlich interessierte Personen zu „Laien-Forschern“ werden. Als ich in einer Tageszeitung im Frühjahr 2021 über diese Ausbildung las, reifte in mir sofort der Wunsch diese Ausbildung zu machen.

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Archäologinnen bei der Arbeit

König Nestor lebte im 13. vorchristlichen Jahrhundert und herrschte über Messenien im Südwesten des Peloponnes und wie viele andere Könige beteiligte auch er sich an der Belagerung und letztendlichen Zerstörung von Troya. Angeblich sollen es 90 Schiffe gewesen sein, mit denen er den Kriegszug des Agamemnon unterstütze, um die schöne Helena, die entführte Frau des Königs von Sparta Menelaos zurück zu holen. So schreibt es jedenfalls Homer in seiner Ilias. Ob allerdings die heutige archäologische Stätte des „Nestor-Palasts“ mit dem Palast des Nestor von Homer gleichzusetzen ist, sei dahin gestellt. Was unumstritten ist, ist dass es sich um eine einzigartige mykenische Palastanlage handelt, gelegen auf einem Hügel etwas mehr als 10 Kilometer nördlich der heutigen Stadt Pylos.

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