Als ich einmal aus rein persönlichem Interesse auf der historischen Karte von 1787 die Gegend nördlich von Graz Meter für Meter absuchte, entdeckte ich plötzlich in der Nähe der Burgruine Alt-Pfannberg bei Frohnleiten und dem darüber befindlichen Rinnweberkogel den Schriftzug „neu angelegte Silbergruben“. Ich war überrascht, denn so etwas hatte ich nicht erwartet, dachte ich doch, alle ehemaligen Bergwerke auf Blei und Silber in unserer Region zu kennen.
Das Bergbaugebiet von Lavrio mit seinen vielen Bergwerken erstreckt sich über ein riesiges Gebiet und die, untertage teilweise in Verbindung stehenden, Grubengebäude machen das riesige Bergbaurevier für „Unwissende“ zu einem Labyrinth. Das hat zur Folge, wer sich in dieser Fülle von Strecken, Schächten, Gesenken, Aufbrüchen und Abbauen nicht auskennt, der ist im Prinzip hoffnungslos verloren und jegliche Befahrung der Gruben kann für Fotografen, aber auch für Sammler von Mineralien in einem Disaster enden.
Als der deutsche Gelehrte Albertus Magnus, der sich im 13.Jahrhundert mit Arsenik beschäftigte, seine Gewinnung beschrieb, war Arsen bereits weit mehr als 1500 Jahre bekannt. So wissen wir aus den Schriften eines Hippokrates um die bereits in der Antike bekannte heilende Wirkung von Arsen, wie auch aus den Aufzeichnungen eines Paracelsus fast 2000 Jahre später um die Wirkung von Arsenik.
Die Deutsche Kleinstadt Dinkelsbühl mit ihren rund 12000 Einwohnern geht auf eine Gründung der Staufer zurück, die hier am Kreuzungspunkt zweier Handelswege eine Befestigungsanlage errichteten. Diese Befestigung dürfte so um 1130 entstanden sein, woraus sich im Laufe der Zeit die heutige Stadt entwickelte. Gelegen in Mittelfranken ist Dinkelsbühl heute noch von einer Stadtmauer umgeben, die den mittelalterlichen Stadtkern zur Gänze umschließt.
Eine Befahrung der alten Horkbaue bei Großstübing ist immer wieder ein Erlebnis. Schon der Einstieg ist eine Herausforderung, gilt es nicht eben in einen alten Stollen zu steigen, sondern sich fast senkrecht in die Tiefe abzuseilen. Und was die Natur dort im Reich der Dunkelheit zu bieten hat ist einfach einzigartig. Angefangen von Sinterbecken, Höhlenperlen, kleinen Tropfsteinen bis hin zu versinterten Verbrüchen und engen alten Förderstrecken.
So wie jedes Jahr veranstaltet das Atelier Christian Jungwirth zusammen mit der Innung der Berufsfotografen eine Ausstellung mit den besten Arbeiten steirischer Fotografen. Diese Ausstellung mit dem Titel „Menschenbilder“ wird am 11.März in Graz am Mariahilferplatz eröffnet und zieht dann im Laufes des Jahres durch viele steirische Gemeinden.
So manches altes Erzlager der Blei-Silber-Bergwerke im Bergland von Graz wird von schmalen Klüften durchzogen und ganz besonders bemerkenswerte Klüfte lassen sich in einem alten Stollen des ehemaligen Bergbaues bei Deutsch-Feistritz bewundern. Die knapp 20 cm breiten Felsspalten sind viele Meter tief und verlaufen geheimnisvoll in den Berg hinein. Obwohl keine Tropfsteinhöhle, sondern ein Bergwerksstollen, sind diese Klüfte mit Tropfsteinen besetzt, die in den engen Spalten gerade so viel Platz gefunden haben, dass sie wachsen konnten. Die leicht durchscheinenden Tropfsteine sind mit einer gelblichen Lehmschicht überzogen und leuchten wunderbar in einer von hinten platzierten Lichtquelle und die dabei entstehenden Lichtsäume lassen die Tropfsteine sich vom Hintergrund deutlich abheben.
Untertage-Fotografie bei der man sowohl hinter der Kamera, als auch vor der Kamera steht ist eine besondere Herausforderung, vor allem dann, wenn man noch gleichzeitig auch als Assistent fungiert. Oder mit anderen Worten ausgedrückt, wenn man zur Gänze allein arbeitet. Einmal muss man massenhaft Ausrüstung über lange Strecken transportieren, denn die alten Stollen sind ja nicht neben einem Parkplatz sondern sind irgendwo in steilen und bewaldeten Gräben oder anderen unzugänglichen Gebieten.
Die Lurgrotte bei Semriach ist eine unserer schönsten steirischen Tropfsteinhöhlen. Als aktive Wasserhöhle ist sie vor allem während richtiger Hochwasserperioden nicht ungefährlich, da ein sehr großer Teil der Entwässerung des Semriacher Beckens durch das Höhlensystem läuft und plötzlich ungeheure Wassermengen durch die Höhle fließen können.
In der Umgebung von Großstübing gibt es eine Reihe von alten Bergbau-Stollen, die viele hunderte Jahre alt sind. Ein solcher Bergbau befand sich unterhalb des ehemaligen Gehöftes Hork. Sein Mundloch ist total verbrochen, jedoch gibt es noch einen versteckten gesenkartigen Zugang, der in die ehemalige Silbergrube führt. Enge alte Strecken, sodass gerade ein Mann Platz hat, dunkle Schrägschächte, seltsame Sinterbildungen und teilweise Verbrüche machen es schwer die Fotoausrüstung in diese Unterwelt zu bringen. Als Belohnung gibt es dafür außergewöhnliche Aufnahmen.
