Die antike Stadt Stymphalia geht bereits auf eine bronzezeitliche Besiedelung zurück. Ungefähr um 400 v. Chr. entstand dann die antike Polis, von der heute jedoch nur mehr spärliche Reste zu sehen sind. Diese einstige antike Stadt lag am Nordufer des Sees Stymphalos, einem Karstsee, der fast nie austrocknet und dessen einzige Abflüsse Karstlöcher sind. Von der einstigen Stadt gibt es heute noch Spuren einer Ringmauer, eine Akropolis, eine Agora und ein Theater (geografische Koordinaten der Agora: N37.859342° E22.460126°). Weiters finden sich Reste von römischen Villen, die aus der Zeit des Baus des Hadrianischen Aquädukts stammen, der Wasser in die Stadt Korinth leitete.
Die Überreste der antiken Stadt Sikyon liegen nur circa 20 Kilometer vom antiken Korinth entfernt. Sikyon war eher eine kleine Polis, stand es nicht im Mittelpunkt wie Athen, Theben oder Korinth. Sikyon erlebte allerdings einen Aufschwung, nachdem die Römer 146 v. Chr. Korinth zerstörten und aus diesem Grund die isthmischen Spiele für etwas mehr als 100 Jahre in Sikyon ausgetragen wurden. Davon zeugt heute noch das einstige Stadion.
Es war ein Streit um das korinthische Land, der zwischen den Göttern Poseidon und Helios tobte und der von Briareos, einer hundertarmigen Gestalt aus der griechischen Mythologie, geschlichtet wurde. Und es war Poseidon, der daraufhin Isthmia erhielt, den Ort, an dem sich das spätere Poseidon Heiligtum befinden sollte. Das Heiligtum selbst wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. erbaut und ist, nachdem es abgebrannt ist, um 460 v. Chr. herum wieder aufgebaut worden. Dieser Zeitpunkt entspricht auch dem Beginn der Hochblüte von Korinth und Korinth war neben Athen und Theben eine der führenden Städte des damaligen Griechenlands.
Dass römische Bauwerke noch heute stehen, liegt darin, dass die Römer eine Art von speziellem Beton verwendeten. Dieser Beton ist extrem widerstandsfähig und ist dafür verantwortlich, dass heute noch viele der über 2000 Jahre alten Baustrukturen erhalten geblieben sind. Die Römer selbst bezeichneten den Beton als opus caementicium. Dieser auch oft als römischer Beton titulierte Baustoff ermöglichte es besondere Bauwerke zu errichten, wie beispielsweise das Panteon in Rom mit seiner alles überspannenden Kuppel oder die Täler überspannenden Brücken der Aquädukte.
Gelegen an einem strategisch wichtigen Punkt, um die Verbindung zwischen dem ambrakischen Golf und dem nördlich davon gelegenen Epirus zu kontrollieren, wurde die kleine Stadt Orraon auf einem Hügel nahe dem heutigen Dorf Gymnotopos im Zeitraum zwischen 385 und 370 vor Christus erbaut. Es war der Volksstamm der Molosser unter König Alketas I. (circa 410 – 370 v. Chr.), der die Stadt nach dem Hippodamischen Schema erbauen ließ.
Eine der außergewöhnlichsten Ausgrabungen Griechenlands ist die der antiken Stadt Kassope in Eprius, eine ehemalige Stadt, ungefähr 30 km nördlich der modernen Stadt Preveza gelegen. Das besondere an Kassope ist es, dass die Stadt auf einer Anhöhe lag, vor der sich im Süden die Ebene mit der einstigen römischen Stadt von Nikopolis ausbreitete, flankiert vom Ionischen Meer und dem Ambrakischen Golf. Dadurch war sie über Jahrhunderte hinweg gegen Angriffe geschützt. Als jedoch die Römer Griechenland während des 3. Makedonischen Kriegs den Norden des heutigen Griechenlands eroberten, wurde Kassope eingenommen.
Wer einsame Bergstraßen sucht, der ist im Pindosgebirge in Nordgriechenland richtig und wer dies mit einer Fahrt nach Thessalien verbinden möchte, der sollte einen kurzen Abstecher zum Katarapass machen. Dort erwartet einen eine Berglandschaft mit runden und in der Höhe nicht bewaldeten Bergkuppen, die sehr an die heimische Koralm oder die Nockberge in Kärnten erinnern, nur dass die Berge nicht ganz so hoch sind. Und wo es im Winter Skitourismus gibt, ist es im Sommer oder Herbst absolut einsam. Eine Gegend in der man keine Zivilisationsgeräusche hört, nur den Wind, das Rauschen des Grases oder den Flügelschlag des Bussards.
Das Bergbaugebiet von Lavrio mit seinen vielen Bergwerken erstreckt sich über ein riesiges Gebiet und die, untertage teilweise in Verbindung stehenden, Grubengebäude machen das riesige Bergbaurevier für „Unwissende“ zu einem Labyrinth. Das hat zur Folge, wer sich in dieser Fülle von Strecken, Schächten, Gesenken, Aufbrüchen und Abbauen nicht auskennt, der ist im Prinzip hoffnungslos verloren und jegliche Befahrung der Gruben kann für Fotografen, aber auch für Sammler von Mineralien in einem Disaster enden.
Als am 2. September 31 v. Chr. der spätere römische Kaiser Augustus in der Seeschlacht vor der Küste bei Actium die Flotte seines Widersachers Marc Anton und dessen Geliebte, der ägyptischen Pharaonin Kleopatra VII., vernichtend geschlagen hatte, ließ er an der Stelle des Sieges die Stadt Nicopolis erbauen. Gelegen in der heutigen Provinz Epirus an den südlichen Ausläufern des Pindos-Gebirges, war Nicopolis nicht nur eine Stadt des Sieges, sondern hatte auch strategische Bedeutung, kontrollierte es den Seeweg im Ionischen Meer, sowie auch den Landweg nach Dalmatien.
Bei der Durchsicht unserer Fotografien und Video-Dateien ist uns ein Video aus dem südlichen Pindos-Gebirge in Griechenland untergekommen, das unsere Fahrt vor 2 Jahren über dieses Hochgebirge zeigt, wir aber nie veröffentlicht hatten. Die Video-Sequenz zeigt das sehr einsame südliche Pindos-Gebirge auf verlassenen Wegen, die wir mit unserem Jeep Wrangler überquert hatten.
Schwefelkies oder auch Pyrit ist eines der häufigsten Erze auf der Erde, kommt dieses Erz weltweit auf fast allen Lagerstätten vor. Bei uns vom Volksmund auch als „Katzengold“ bezeichnet, sieht Pyrit für den Laien sehr dem Gold ähnlich. Bergwerke, die allerdings Schwefelkies ausschließlich zur Gewinnung von Schwefelverbindungen abbauten, waren immer schon selten. Der Erminioni oder Hermine-Bergbau am Peloponnes war so ein Bergbau und der Schwefelkies wurde zur Herstellung von Schwefelsäure verwendet. Aber der Reihe nach.
Denken wir an Griechenland, so verbinden viele von uns Griechenland mit einsamen Stränden, mit blauem Meer, mit weiß getünchten Häusern mit blauen Dächern und mit einem Besuch in einer Taverne und mit griechischem Wein. Dass Griechenland aber auch zur Gänze anders ist, dass es ein Land mit Hochgebirgen, mit alpinen Matten und mit Felsen ist, das ist vielen nicht bewusst.
Wenn Erz aus dem Berg gefördert wird, dann haftet dem Erz immer eine gewisse Menge von taubem Gestein an. Deshalb ist es von Nöten, vor dem Einbringen des Erzgutes in einen Schmelzofen, dieses Erzgut vom Taubgestein zu befreien, um den Schmelzprozess nicht zu behindern. Und nicht nur heute, sondern auch bereits vor 2500 Jahren im alten Griechenland vor den Toren Athens waren sich die Bergleute dieser Tatsache bewusst und haben aus diesem Grund das Erz vom anhaftenden Taubgestein befreit.
Der Fotomonat Graz (FOMO) ist seit etlichen Jahren ein Festival für zeitgenössische Fotografie in Graz, wobei für die Dauer eines Monats in den Auslagen von Geschäften und öffentlichen Plätzen in Graz Arbeiten von zeitgenössischen Fotografen ausgestellt werden.
Die Region von Epirus liegt im nordwestlichen Griechenland, einem gebirgigen und von steilen Schluchten zerrissener Landstrich des Pindos-Gebirges. Dort ist es dann die Gemeinde von Zagori, einer der am wenigsten besiedelten Landstriche Griechenlands, der für seine vielen uralten Steinbogenbrücken bekannt ist.
